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Landschaft und Natur

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Dem Hungrigen ist leichter geholfen
als dem Übersättigten.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)
Umweltverschmutzung.

Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte hat der Mensch Teile der Natur unwiederbringlich zerstört. Inzwischen sind nicht nur viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das ganze Ökosystem Erde ist gefährdet. Und obwohl die erste internationale Konferenz für Naturschutz schon 1913 in Bern stattfand, hat sich der Zustand der Umwelt global weiter verschlechtert.

Sauberes Trinkwasser – blaues Gold.

Der ehemalige deutsche Umweltminister Klaus Töpfer sprang einst im Taucheranzug in den Rhein. Er wollte beweisen, dass der Fluss wieder sauber genug ist, um darin zu baden. Auch wenn diese Aktion vielen Zeitgenossen Ende der 1980er Jahre noch einen Schauer über den Rücken jagte: Viele europäische Flüsse, darunter der Rhein und sogar die früher stark verseuchte Elbe, sind heute wieder sauberer.

Jahrzehntelange Mahnungen von Umweltschützern und Wasserexperten haben dazu beigetragen, dass so manches Gewässer mit modernen Kläranlagen und zukunftsweisender Gesetzgebung gerettet werden konnte. Für andere Flüsse, Seen und Meere sieht es dagegen bei weitem nicht so gut aus. Vor allem in den ärmeren Ländern dieser Welt ist Wasser oft so stark verschmutzt, dass sein Genuss lebensbedrohlich ist.

Mangelndes Umweltbewusstsein, Korruption, aber auch die Notwendigkeit, so billig wie möglich zu produzieren, um auf dem Weltmarkt mithalten zu können, sind buchstäblich Gift für die Flüsse. Dabei ist Wasser die Existenzgrundlage für alles Leben auf diesem Planeten. Mehr als zwei Drittel seiner Oberfläche sind mit Wasser bedeckt, doch nur einen verschwindend geringen Teil davon kann der Mensch verwerten.

Brauchbares, sauberes Wasser wird immer knapper. Laut Unicef hatten im Jahr 2017 rund 2,1 Milliarden Menschen nicht ausreichend Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nachhaltig kann der Umgang mit Wasser jedenfalls nicht genannt werden. Die Begradigung von Flüssen schadet dem Ökosystem enorm.

Auch die Möglichkeit, Wasser durch künstliche Leitungssysteme zu pumpen und dadurch trockene Böden als Ackerland zu nutzen, hat der Natur ausgiebig geschadet. Sowohl der Aralsee als auch das Tote Meer, aus deren Zuflüssen Wasser abgeleitet wird, trocknen nach und nach aus.




Verkehr verpestet die Luft.

Die Atemluft im Ruhrgebiet ist schon lange nicht mehr kohlenschwarz und auch in der unmittelbaren Nähe großer Industrieanlagen kann man inzwischen durchatmen. Doch von sauberer Luft kann keine Rede sein, denn sowohl die alltägliche Verbrennung des Hausmülls als auch Industrie und Verkehr verpesten nach wie vor die Umwelt.

Während früher die qualmenden Schornsteine und die Gasemissionen zu den größten Problemverursachern gehörten, ist es heute unter anderem der zunehmende Verkehr.

Emissionen wie Stickstoffdioxide, Kohlenmonoxide, Fluor-kohlenwasserstoffe oder Feinstaub schaden nicht nur der Umwelt und dem Klima, sondern auch dem Menschen.

Wer ständig den Ausstößen von Straßenverkehr ausgesetzt ist, hat ein erhöhtes Risiko Atemwegserkrankungen oder gar Krebs zu bekommen.

Dünger und Müll – Gift für den Boden.

Überdüngung und das Ablagern giftiger Altlasten und Schwermetalle belasten die Böden der Welt erheblich und verseuchen zudem das Grundwasser.

Ein Problem, das lange unterschätzt wurde, ist die zunehmende Versiegelung des Bodens. Immer mehr Straßen werden gebaut, immer mehr Landschaft wird in Bauland umgewandelt. Der Boden wird abgedichtet, was bedeutet, dass Niederschläge nicht mehr versickern können.

Die Folge: Der Grundwasserspiegel sinkt. Mit sinkendem Grundwasserspiegel aber trocknen nicht nur Brunnen und Gewässer aus. Auch der Vegetation schadet die Versiegelung, denn Baum- und Pflanzenwurzeln erreichen die Wasservorräte nicht mehr. Die Landschaft verödet.

Die Weltgemeinschaft hat das Problem Umweltverschmutzung schon lange erkannt. Doch trotz vieler Konferenzen und Beschlüsse ist es bisher nicht gelungen, die globale Umweltsituation ausreichend zu verbessern. Der Erhalt der Umwelt und der Kampf gegen die Verschmutzung bleiben somit weiterhin auf der Agenda der Staatengemeinschaft.

Autorin: Melanie Wieland
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