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Bunte Gartenarbeit

Meine Hobbys > Mühselig aber schön



Aus faulen Eiern werden keine Küken.

Wilhelm Busch (1832-1908)
... mehr als ein Hobby.

Ein eigener Garten wird schnell zum geliebten Hobby. Der Freizeitgärtner - so einer bin ich - kann sich an seinem Rasen, den Hecken und Beeten und den selbst gezüchteten Blumen erfreuen.

Gartenpflege bedeutet abr nicht nur Arbeit, sondern hilft Stress abzubauen und wirkt positiv auf die Seele.

Schon mein Vater war mindestens 30 Jahre in diesem Garten. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, wo Kartoffeln, Gemüse und Obst geerntet wurden. Es war also insbesondere über Jahrzehnte ein reiner Nutzgarten.


Rhabarber, Brombeeren, Stachelbeeren, Schwarze und Rote Johannisbeeren, Erdbeeren, Äpfel, Birnen, Pflaumen u.v.a.m. als Obst, und Kartoffeln, Wirsing, Weiß- und Rotkohl, Rübstiel, Radieschen, Salat, Kräuter, wie z. B. Petersilie, Schnittlauch, Zwiebeln als Gemüse wurden mehr oder weniger Jahr für Jahr geerntet. Schließlich hatten meine Eltern sechs "hungrige Mäuler zu stopfen".

Nach und nach haben wir jedoch alle Nutzpflanzen, somit auch alle Bäume und Sträucher abgeholzt und neu eingesät ... und zwar mit Rasensamen. Alles andere war uns mittlerweile zu arbeisintensiv geworden. Aber auch so ist der jetzige Ziergarten immer noch mit viel Arbeit verbunden. Trotzdem macht es Spass: Viel Bewegung an frischer Luft, sehen wie alles wächst ... das hat schon was.



Hier habe ich noch ein paar Tipps und Tricks für einen schönen Garten:

Was für ein Gärtner bin ich?

  • Spätestens, seit auch der städtische Raum als potenzielle Gartenfläche - mit den gebotenen Einschränkungen und der Notwendigkeit zu etwas mehr Kreativität als ohnehin üblich - entdeckt wurde, dürften dem Hobbygärtnern prinzipiell keine Grenzen mehr gesetzt sein. Heißt umgekehrt natürlich auch, dass im Grunde jeder sich als Hobbygärtner versuchen kann.

  • Praktischerweise sind die Möglichkeiten variantenreich genug, damit ein jeder sich und seine individuellen Vorlieben, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften einbringen und ein tolles Ergebnis hervorbringen kann. Dazu ist es allerdings hilfreich, sich genau dieser Aspekte bewusst zu sein. Ansonsten gerät das Projekt Garten am Ende zur überfordernden Belastung, was zu schade wäre. Vor den ersten Gartenarbeiten sollte daher abgeklärt werden, was von einem Garten gewünscht wird und ob dafür die notwendigen Kapazitäten vorhanden sind.

Zier- oder Nutzgarten? Die Gartentypen

    • Vor dem ersten Spatenstich ist daher Grundlagenforschung angesagt. Das bedeutet, es muss zunächst herausgefunden werden, in welche grobe Richtung sich der Garten später entwickeln soll. Hierbei hilft eine ebenfalls grobe Unterscheidung von zwei Gartentypen mit unterschiedlichem Zweck:

Der Nutzgarten

    • Der Name ist Programm, obwohl im Grunde natürlich alle Gärten in der einen oder anderen Weise genutzt werden. Allerdings stehen bei diesen meist solche Aspekte wie Ästhetik, Entspannung oder Zerstreuung im Vordergrund, während es beim Nutzgarten vornehmlich um Arbeit und Ertrag geht. Zierpflanzen, Hecken und dergleichen finden sich hier üblicherweise nicht, stattdessen werden verschiedene Obst- und Gemüsesorten angebaut, dazu Kräuter und nicht zuletzt eines der wichtigsten Lebensmittel für die Deutschen: Kartoffeln. Das ist mit einem teilweise nicht unerheblichen Arbeitsaufwand verbunden, will man während des Jahres eine ordentliche Ernte einfahren. Der große Vorteil ist auf der anderen Seite, dass es wohl kaum einen Weg gibt, um an noch frischere Produkte zu kommen. Abgesehen davon kann, die notwendigen Kenntnisse vorausgesetzt, fast über das gesamte Jahr hinweg geerntet werden – dazu braucht es nicht einmal zwingend ein Gewächshaus.

Der Ziergarten

    • Beim Ziergarten zählt zwar auch das Ergebnis, aber eben nicht in Form einer ertragreichen Ernte. Hier geht es um ein möglichst gelungenes Arrangement von Blumen, Sträuchern und Stauden, durchsetzt mit gepflegten Rasenflächen. Eventuell findet sich sogar noch Platz für einen kleinen – oder größeren – Teich. Nutzpflanzen gehören allerdings nicht in den Ziergarten.
    • Ansonsten ist im Ziergarten Kreativität gefragt, denn abgesehen davon, dass auf Nutzpflanzen verzichtet werden muss, gibt es keine festen Regeln, wie ein solcher Garten anzulegen ist. Die Schönheit liegt daher ganz im Auge des Betrachters - oder besser: des Gärtners.
    • Diesem muss allerdings bewusst sein, dass ein Ziergarten kaum weniger Aufmerksamkeit verlangt als ein Nutzgarten. Unkraut jäten, den Rasen trimmen, die Blumen pflegen, gießen, düngen etc., diese Aufgaben gilt es auch hier regelmäßig zu erledigen, um das gewünschte Gesamtbild zu erhalten.
    • Selbstverständlich gibt es zwischen diesen beiden Typen noch eine ganze Reihe weiterer Gärten, die womöglich dem persönlichen Naturell des jeweiligen Hobbygärtners eher entsprechen oder die besser zu den vorgefundenen Bedingungen, wie etwa dem verfügbaren Platz, passen:
    • Familien- oder Spielgärten heben die gemeinsam dort verbrachte Zeit besonders hervor und geben Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten.
    • Kräutergärten tragen womöglich den begrenzten Platzverhältnissen Rechnung und erlauben trotzdem eine Abwandlung des Nutzgartens für den täglichen Gebrauch.
    • Natur- und Wildgärten sind, wie der Name schon sagt, vor allem für Naturliebhaber geeignet, die sich in erster Linie an den Pflanzen erfreuen wollen, ohne groß in deren Wachstum eingreifen zu wollen.
    • Stein- und Zen-Gärten gehen einen anderen Weg und setzen Pflanzen zum Teil nur ganz reduziert ein – was nicht zwangsläufig bedeutet, dass die Gärtner nicht ordentlich zu tun hätten.
    • Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und so kann jeder zwischen traditionell und modern, Nutzen und Ästhetik, ganz nach seinen eigenen Vorlieben und Umständen den persönlichen Traum vom ersten Garten in Angriff nehmen.
Hier weitere Tipps im Umgang
mit dem "neuen" Garten:

Designer oder Naturfreund?

Die Gärtnertypen

  • Unterschiedliche Gärten erfordern unterschiedliche Gärtner. Klingt banal, ist aber insofern wichtig, weil der notwendige Arbeitseinsatz teils deutlich verschieden ausfällt und nicht jeder bereit ist, diesen wirklich zu investieren – selbst, wenn das Ergebnis vielleicht verlockend wirkt. Manch ein Hobbygärtner kann es außerdem schon mal ertragen, wenn der Rasen nicht auf Golfplatzniveau geschnitten ist, einen anderen stören schon einige abgefallene Blätter.
  • Abgesehen von den Zielen sollten angehende Hobbygärtner daher ungefähr einschätzen können, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Ansonsten bewirkt das neue Hobby statt Freude über die gedeihenden Pflanzen Unzufriedenheit, weil die Planungen nicht wunschgemäß umgesetzt werden konnten.

Die Naturnahen

  • Sie leben meist auf dem Land, sind idealistisch und verfolgen bestenfalls bedingt materielle Ziele. Die Leidenschaft für das Gärtnern besteht zu gleichen Teilen aus körperlichem Ausgleich und der Verbindung zur Natur.
  • Gleichzeitig möchten naturnahe Gärtner mit ihrem Tun einen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten. Das gelingt zum einen durch das Anlegen des Gartens selbst (im Zweifelsfall eben auch als Urban Gardening-Projekt), zum anderen durch das bewusste Achten auf Nachhaltigkeit in allen Belangen: Das gilt nicht nur für die Geräte, sondern genauso für die Pflanzen (hier wird besonderer Wert auf die Samenfestigkeit des Saatguts gelegt) und Erde (aus ökologischer und nachhaltiger Herstellung).
  • Weniger wichtig ist hingegen das Erscheinungsbild des Gartens. Der wird als Biotop begriffen, sorgt also weitestgehend für sich selbst und braucht keine weiteren Schmuckelemente.
  • Gestöbert und gekauft wird im Internet, ansonsten wird aber auch gerne der Ratschlag von Experten vor Ort eingeholt.



Die Genießer

  • Hierbei handelt es sich zumeist um Genussmenschen in ihren besten Jahren (40 bis 50), denen besonders Gelassenheit am Herzen liegt. Der Garten ist daher für sie eine Art zweites Wohnzimmer, in dem man es sich entspannt mit der Familie gutgehen lassen kann. Das Gärtnern an sich ist dabei allerdings weniger im Fokus, gewünscht ist ein tolles Ergebnis bei möglichst geringem Aufwand. So bleibt viel mehr Zeit, sich an dem schönen Garten zu erfreuen, der obendrein noch mit allerlei Deko-Artikeln aufgehübscht wird.
  • Was Handwerkzeug und Bepflanzung anbelangt, gilt bei den Genießern die Maxime eines guten Preis-Leistungsverhältnisses. Die Pflanzen sollten zudem aus der Kategorie „pflegeleicht“ kommen. Die Dekoration wiederum soll nach Möglichkeit zum Wohlgefühl beitragen.

Die Perfektionisten

  • Wie bei allem im Leben wünschen die Perfektionisten auch in ihrem Garten absolute Ordnung – immerhin verstehen sie diesen als einen Ausdruck ihrer eigenen Persönlichkeit und die soll schließlich nach Kräften erstrahlen. Das bedeutet eine ebenso leidenschaftliche wie akribische Auseinandersetzung mit dem Garten, die auf der anderen Seite aber dafür verantwortlich ist, dass gesteckte Ziele auch wirklich erreicht werden.
  • Für das beste Ergebnis benötigen Perfektionisten das beste Material. Seien es die Gartengeräte, die Erden, der Dünger oder natürlich die Pflanzen – alles muss höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Damit einher geht eine gewisse Offenheit gegenüber Innovationen, denn die können unter Umständen dabei helfen, den Garten dem gewünschten perfekten Ergebnis näher zu bringen.



Die Pragmatiker

  • Bei den Pragmatikern steht wenig überraschend der Nutzen des Gartens im Vordergrund. Das Gärtnern ist daher keine Beschäftigung, der nur zum Spaß nachgegangen wird, sondern mit dem festen Ziel vor Augen, die Erträge der Arbeit ernten zu können. Nicht selten wird damit eine schon länger bestehende Familientradition fortgeführt.
  • Aufwand scheuen die Pragmatiker nicht, allerdings kommt es auch ganz auf die Effizienz an: Solange ein möglichst hoher Ertrag erzielt werden kann, ist akzeptabler Arbeitseinsatz dafür schon in Ordnung.
  • Zu finden sind die Pragmatiker häufig unter Schrebergartenbesitzer, aber genauso finden sich unter den jüngeren Generationen durchaus solche, die den eigenen Garten in erster Linie unter dem Aspekt der Selbstversorgung betrachten.
  • Was die Ausrüstung und die Saat angeht, halten es Pragmatiker ähnlich wie mit dem Arbeitseinsatz: Vernünftige Qualität zu einem nach Möglichkeit niedrigen Preis. Innovationen sind trotzdem willkommen, sofern sie dabei helfen die angestrebten Ziele zu verwirklichen.







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